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Die Stadt befindet sich im Zentrum
des Landes am Fuß der Zinne (Tâmpa), die einen wundervollen
Ausblick auf die Stadt und die ganze Umgebung gewährt.
Die ältesten Spuren von Kronstadt
sind 60.000 Jahre alt. Archäologische Entdeckungen deuten auf
eine Festung aus dem Bronze Zeitalter hin, auf dem Schneckenhügel,
und dazische Artefakte sind auch häufig zu finden. Keramische
Gegenstände aus dem IX-XII Jahrhundert wurden auserdem ausgegraben.
Diese wurden von den Einheimischen angefertigt, das auf eine zahlreiche
Bevölkerung hinweist, auch bevor die Sachsen im 12. Jahrhundert
die Region besiedelten. Selbst der Name des Ortes, Brasov - vermutlich
von pecenegischem Ursprung -, wird als Beweis seiner Existenz vor
der Besiedlung betrachtet.

Die Stadt wurde dokumentarisch im Jahre 1235 bestätigt.
Die Tatsache das sie and der Kreuzung wichtiger Handelswegen lag
lockte geschickte Handwerker und Händler an, deren Tätigkeiten
zu der schnellen Entwicklung des Ortes beigetragen haben. Selbst
die Ottomanen konnten es nicht besiegen (Angriffe in den Jahren
1421 und 1438). So entsteht ein kräftiges Handelszentrum für
Waren wie Textilien, Werkzeug und Metalschmuck - angefertigt von
den siebenbürgischen Hanwerkern -, Getreide und Vieh aus den
Rumänischen Ländern, sowie für eine menge östlichen
Waren (Teppichen, Seiden, Gewürze usw.) die größtenteils
weiter nach Central- und Westeuropa verschickt wurden. Bis in der
zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts spielten Kronstadt (Brasov)
und Hermannstadt (Sibiu) eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Dementsprechend
wurden ihnen von den lokalen und regionalen Herrschaften Privilegien
gewährt.
Am Anfang des 16. Jahrhunderts war Kronstadt der
meist bevölkerte Niederlassung Siebenbürgens. Mit 8000-9000
Einwohnern. Die Stadt war von Wehrmauern umgeben, ausgestattet mit
zahlreichen Kanonen un mit 32 Bollwerken. In ihrem Inneren befanden
sich 14 Kirchen und Kapellen, ein Stadtrat, ein Gasthaus, ein Handelshaus,
zwei öffentliche Bäder, drei Krankenhäuser, ein Zollamt,
eine Bibliothek und mehrere Werkhäusern und Läden. In
der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts gab es hier 20 Zunfte.

In den XVII - XVIII Jahrhunderten
hat sich Kronstadt an vorderster Stelle unter den Siebenbürgischen
Städten gehalten, was die Herstellung von Tüchern, Leinen,
Ledern, Waffen und Schmuck aus Edelsteinen angeht.
Das rumänische Element beginnt
sich immer stärker zu äusern, sowie in dem wirtschaftlichen
Leben der Stadt, als auch in dem kulturellen Bereich. Man muss erwähnen,
dass hier die erste rumänische Schule gebaut wurde (1544),
aus der Initiative von Johannes Honterus, und eine Urkunde von 1566
erwähnt auch einen Institut "für alle freien Künste
... mit einer reichen Bibliothek". Zwischen den Jahren 1556
- 1583, hat der Kurat Coresi - aus Targoviste - in Kronstadt zahlreiche
Bücher gedruckt, wahrhaftige Denkmale von alter rumänischen
Sprache.
Seit 1838 erscheint periodisch in
Kronstadt die Siebenbürgische Zeitung, mit der Beilage "Blatt
für Sinn, Herz und Literatur", die National- und Sozialideale
förderte.

Kronstadt wird mit bedeutenden geschichtlichen
Ereignissen in Verbindung gesetzt. In 1600 hat Mihai Viteazul den
Siebenbürgischen Rat in dieser Stadt aufgerufen, und in Mai
1848 empfängt Kronstadt die Versammlung der Revolutionären
aus den Rumänischen Ländern, die hier ein richtiger Handelprogramm
zusammenstellten. Dieser enthielt, unter anderem, das Abschaffen
von feudalen Vorzugsrechten und die Bauern würden endlich ihr
eigenes Land besitzen. Die Vereinigung mit Moldavien und Valahien
in einem einzigen richtigen Staat war auch vorgesehen.
In dem Prozess der Vereinigung war
Kronstadt ein starker Handelspunkt. Hier entstand der Rumänische
Staatrat aus Tara Barsei und die Staatwache.

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